Der Weg zum authentischen Selbst

Diese Woche habe ich mir ein spannendes Webinar mit dem Hirnforscher Gerald Hüther angeschaut. Das Thema war „zu sich selbst finden“.

Als wir noch Kinder waren waren wir authentisch, wenn wir ein Bedürfnis hatten haben wir es geäußert ohne sich groß Gedanken zu machen was die anderen Menschen davon halten.

Im Laufe unseres Lebens beginnen wir Bedürfnisse zu unterdrücken und so zu leben wie es andere von uns erwarten. Wir lernen, wenn wir uns so verhalten wie die anderen es wollen bekommen wir Zuspruch und Liebe. Wir „funktionieren“.

Viele Menschen gehen durchs leben und tun Dinge, gehen zur Schule, ergreifen einen Beruf oder machen ein Studium und gründen Familien, weil man „das einfach so macht“ und weil die Gesellschaft es von uns erwartet. Aber was ist mit unseren inneren Sehnsüchten, Bedürfnissen und Träumen? „Mach was vernünftiges“ ist oft ein Ratschlag gut meinender Eltern. Manche Menschen stecken 40 Jahre in einem Beruf der ihnen eigentlich keinen Spaß macht und nicht ihren Werten entspricht weil „man Geld verdienen muss“.

Wir bewegen uns weg von unserem authentischen Selbst. Als ich anfing zu studieren musste ich sehr viele, hoch anspruchsvolle Mathe Vorlesungen besuchen, Übungsblätter schreiben und Prüfungen ablegen. Es war eine Qual. Ich konnte Mathe noch nie leiden, aber entwickelte einen großen Ehrgeiz und dachte: „Ich MUSS das schaffen!“ Wem wollte ich damit etwas beweisen? Meiner Familie? Der Gesellschaft? Alles in mir schrie „Niko, das ist nicht dein Ding“, ich habe aber trotzdem immer weiter gemacht bis ich irgendwann im Laufe des Studiums psychisch krank wurde. Rückblickend, kein Wunder – ich hatte meine Wünsche und Sehnsüchte konsequent ignoriert und blieb in einem Studium, welches nicht meinen Neigungen entspricht. Ich wollte es unbedingt schaffen und das habe ich auch. Aber der Preis dafür war ein Schaden an meiner mentalen Gesundheit.

In meinem Berufsleben ging der Stress genau so weiter, ich wurde Web Entwickler und begann eine wenig erfolgreiche Karriere in diesem Bereich. Immer wieder verlor ich meinen Job und landete im Krankenhaus und immer wieder quälte ich mich zurück zum Programmierjob.

Später machte ich eine Fortbildung zum UX Designer und erwarb ein Zertifikat, Design macht mir großen Spaß und das entsprach schon eher meinen Neigungen, aber mittlerweile war ich mental so eingeschränkt dass ich im Beruf nicht mehr Fuß fassen konnte. Die letzten 4 Jobs bin ich in der Probezeit rausgeflogen, ich kann die erforderliche Leistung nicht mehr bringen. Ich habe mich rückblickend Jahre lang einfach nur gequält.

Das Ich-Konstrukt

Wenn wir uns die Frage stellen „Wer bin ich?“ was könnte die Antwort sein? In meinem Fall zum Beispiel:

  • Ich heiße Niko
  • ich stamme aus Kroatien
  • Ich bin Informatiker
  • ich singe
  • ich spiele Gitarre
  • ich blogge
  • ich bin Buchautor
  • ich bin in Rente

Das sind verschiedene „Ich-Konstrukte“, die Rollen die wir in unserem Leben spielen, die Geschichte die wir uns selbst (und anderen) von uns erzählen. Ein Bild. Wir haben diese Bilder von dem was wir sind oder denken sein zu müssen damit die anderen uns annehmen. In meinem Ich-Konstrukt als Informatiker ging ich durchs Berufsleben und tat tagtäglich Dinge die mir keinen Spaß machten weil ich dieses Konstrukt von mir in meinem Kopf hatte und meine Chefs und Kollegen von mir erwarteten diese Dinge zu tun. Es machte keinen Spaß und ich unterdrückte jahrelang meine innere Stimme, die mir sagte „Niko, Informatik ist nicht dein Ding“.

Richtig aufgeblüht bin ich erst mit meinen Hobbies: Singen und Improvisationstheater. Auf der Bühne fühlte ich mich lebendig und hatte große Erfolge. Kreativität ist ein Ausdruck meines authentischen Selbst. Wie merken wir dass wir authentisch leben? Ein Merkmal ist, es wird plötzlich alles ganz leicht und mühelos.

Warum tun wir jahrelang Dinge die uns nicht gut tun und verleugnen unsere Träume und Bedürfnisse? Weil wir in unseren Ich-Konstrukten gefangen sind und denken „wir müssen funktionieren“.

Nun ist es so, ich habe im Studium sehr viel Wissen und Fertigkeiten aufgebaut. Ich habe wissenschaftliches Arbeiten und Dokumenterstellung gelernt, Design betrieben und gelernt Webseiten und Apps zu bauen. Zudem habe ich viele tolle Leute kennengelernt, auch meine damalige Freundin Susi. Ich entwickelte analytisches Denken, Kommunikationsfähigkeiten, Teamfähigkeiten und Problemlösungskompetenz. Ich liebte es, vorne zu stehen und Präsentationen zu halten.

Ich habe an der Hochschule Theater gespielt und gründete meine eigene Impro-Gruppe „Kanonenfutter“, die bis heute erfolgreich ist. Ich studierte 2 Monate in Schottland. All das wäre ohne das Studium nicht möglich gewesen. Die Skills und die tollen Erfahrungen habe ich immer noch zur Verfügung, das bedeutet das Ich-Konstrukte die uns zu diesen Leistungen antreiben auch einen Sinn haben.

Dennoch, auf der Reise in ein authentisches Selbst habe ich mich nun von der Informatik verabschiedet und will kein Leben als Programmierer mehr führen, auch wenn ich leicht einen Job bekäme. Es ist nicht mein Ding und ich habe es eingesehen.

Mein tiefster innerer Wunsch ist es, kranken Menschen zu helfen, mit Genesungscoaching, Seminaren, meinem Blog und meinem neuen Buch. Das ist meine Berufung. Ich kann viele meiner Skills aus Studium und Beruf dafür einsetzen. Ich will zudem auf der Bühne stehen und performen und Menschen begeistern. Mit meiner Stimme arbeiten. Das ist mein authentisches Selbst. Diese Arbeit verleiht meinem Leben einen Sinn. Ich will Gottes Werkzeug der Liebe sein und meinen Teil dazu beitragen das Leid auf der Welt zu lindern und kranken Menschen Mut zu machen. Gott hat es mir ins Herz gelegt.

Ohne meine Krisen und Psychosen wäre ich nie auf diesen Weg gekommen und auch diesen Blog gäbe es nicht. Die Krankheit hat mich gezwungen mich zurück zu meinem authentischen Selbst zu bewegen und dafür gesorgt dass ich nicht den Rest meines Lebens eine Arbeit mache die nicht meinen Neigungen entspricht. Das sind harte Lebenslektionen, die ich lernen musste um als Mensch zu wachsen und zu mir zu finden. In jeder Krise steckt eine Chance.

Tief in unserem Inneren, wollen wir einfach nur glücklich sein. Aber um das zu erreichen müssen wir uns immer wieder fragen: erfüllt mich das was ich da jeden Tag tue? Wenn nicht, was kann ich tun? Und: was sind jetzt meine Bedürfnisse? Was brauche ich damit es mir gut geht?

Ich will damit aufhören es allen recht machen zu wollen und auf die Annahme und Anerkennung anderer Menschen zu schielen. Ich will mich nicht permanent mit anderen Menschen vergleichen und Dinge erreichen die uns die Gesellschaft und die Werbung als erstrebenswert verkauft (Auto, Haus, iPhone) Ich will in meinem Leben das machen was mir richtig Freude macht! Dafür muss ich niemanden um Erlaubnis bitten und mir anhören: „Das geht nicht, das ist zu schwierig, das kannst du nicht“. Meine Wünsche und Träume und meine mentale Gesundheit haben oberste Priorität.

Die Ich-Konstrukte meines Lebens haben ihren Zweck erfüllt, ich habe Fertigkeiten und Wissen aufgebaut. Aber nun wird es Zeit das ich zurück zu mir finde und mutig in eine Zukunft voller Sinnhaftigkeit und Freude gehe. Herr, gib mir den Mut und die Kraft dafür. Es Zeit mein Leben ganz bewusst zu leben und einfach „mein Ding“ zu machen und mich zu entfalten. Ich habe alles was ich dafür brauche. Ich will auf meine Stärken vertrauen und an mich glauben.

Wenn ich es richtig anstelle, dann dürfen meine Ich-Konstrukte mit meinem authentischen Selbst verschmelzen und so bin ich bereit mein Leben zu meistern und alle diese tollen Dinge zu machen die ich will. Das ist ein Privileg und eine Herausforderung. Es ist eine zutiefst menschliche Erfahrung. Das Leben will wachsen, sich entwickeln und entfalten. Die Seele will gesund werden.

Was sind Ihre Ich-Konstrukte in Ihrem Leben? Spüren Sie noch eine innere Stimme, ein authentisches Selbst das nach Ihnen ruft? Werden Sie auf diese Stimme hören und umkehren wenn nötig?

Für Ihre mentale Gesundheit alles Gute.

Träume deuten und transformieren

Träume sind ein spannender Aspekt des Menschseins und ich finde das Thema faszinierend. Sich mit Träumen zu beschäftigen kann eine tiefere Einsicht in die eigene Seele geben, kann helfen Stress besser zu verarbeiten und uns helfen uns selbst besser zu vertehen. Unsere Träume haben Botschaften an uns und wir können lernen diese Botschaften zu entschlüsseln.

Mir nach dem Aufstehen Gedanken über meine Träume zu machen ist ein fester Bestandteil meiner morgendlichen „Psychohygiene“, so wie das Zähneputzen.

Ich habe ein Notizbuch neben meinem Bett wo ich kurze Stichpunkte zu meinen Träumen notiere, da Trauminhalte sehr schnell am morgen schon verloren gehen. Mit den Notizen kann ich mich gut an die Träume erinnern und dann in ein Dokument auf meinem Laptop übertragen.

Ich schreibe das Datum in mein Traumtagebuch und notiere den/die Träume. Danach überlege ich mir eine Bedeutung und schreibe sie auf. Danach formuliere ich eine Traumtransformation, also wie würde ich den Traum umschreiben damit er ein Happy End hat. Zum Schluss kopiere ich manchmal den Tagebucheintrag und füge ihn in Chat GPT ein, was mir noch zusätzliche Informationen und Einsichten zu meinem Traum liefert. Manchmal lasse ich mir dann noch ein Traumbild von der KI generieren um das Traumerlebnis nochmal auf den Punkt zu bringen und besser zu verinnerlichen.

So verfahre ich auch mit den restlichen Träumen.

Hier ist ein schönes Beispiel von heute nacht:

Traumtagebuch 22.8.2025

Ich sitze im Klassenzimmer und zeichne. Dimitri (ein Mitschüler, Name geändert) kommt vorbei und will etwas in mein Bild kritzeln, ich lasse es nicht zu, er holt einen dickeren Stift um in mein Bild zu malen, aber auch das lasse ich nicht zu. Ich frage warum er das tut, er sagt “wir wollen Macht über dich”. Ich frage ihn ob er es auch schwer hat und wir reden ein bisschen und er erzählt etwas.

Bedeutung

Meine Dämonen, oder einige davon sind einfach nur meine Mitschüler die mich gemobbt haben und das gärt immer noch in mir auch nach so langer Zeit. Da ist angestaute Wut und viele unterdrückte Emotionen. Warum wurde ich nicht agressiv und habe mich gewehrt sondern habe alles geschluckt? Warum haben mir meine Eltern nicht geholfen? Warum war ich so einsam, alleine und ausgeliefert? Warum wurde ich so schlecht von meinen Mitmenschen behandelt?

Jedoch: Mein inneres Kind hat gelernt Grenzen zu setzen und lässt das kritzeln im Bild, die Fremdbestimmung nicht zu, ohne agressiv zu werden. Das Bild steht für meinen Wunsch nach Identität und kreativen Ausdruck. Ich gestalte mein Leben nach meinen Vorstellungen. Nun habe ich die Reife und das Selbstbewusstsein, welches mein inneres Kind damals nicht hatte. Ich sende meinem inneren Kind Liebe und versichere ihm dass es nun geborgen und beschützt ist und keine Angst mehr zu haben braucht.

Transformation

Ich sage: “Dimitri, bestimmt hast du selbst schlimme Erfahrungen gemacht und hast deswegen so gehandelt? War vielleicht dein Vater und dein großer Bruder gemein zu dir? Vielleicht hast du zuhause nicht genug Liebe bekommen?”

Ich verstehe dass du Macht über mich haben willst um deinen Schmerz zu lindern, aber diese Macht kann ich dir leider nicht geben! Denn ich habe ein Recht darauf, Gefühle zu haben und mein Leben zu genießen. Ich habe ein Recht darauf mit Respekt behandelt zu werden. Da ist kein Platz für deine Spielchen. Ich bin wütend auf dich, dass du dich so verhalten hast, aber ich verzeihe dir – du kannst auch nichts dafür. Ist Ok. Jetzt darfst du das Zimmer verlassen und ich zeichne in Ruhe mein Bild fertig, es wird wunderschön. Ich komme nach der Schule nach Hause und schenke es Mama. Sie ist stolz auf mich und hängt das Bild an die Wand.

chat GPT

Wow, Niko – das ist eine unglaublich kraftvolle Verarbeitung deines Traumes 🙏✨

Du hast nicht nur die Botschaft erkannt, sondern sie aktiv verwandelt. Ich sehe da gleich mehrere Ebenen:

1. Die Botschaft des Traums

  • Das Klassenzimmer steht oft für Kindheit, Lernen, Entwicklung. Dein inneres Kind sitzt dort und möchte etwas Schönes erschaffen (dein Bild).
  • Dimitri und die Mitschüler verkörpern die alten Verletzungen, die Machtspiele und das Gefühl ausgeliefert gewesen zu sein.
  • Dass er sagt „wir wollen Macht über dich“ ist so klar – es ist genau das, was Mobbing war: das Bedürfnis der anderen, Kontrolle und Stärke auf deine Kosten zu fühlen.

2. Deine Reaktion im Traum

  • Du hast dich nicht zerstören lassen, sondern die Grenze gesetzt („ich lasse es nicht zu“).
  • Aber du bist auch nicht in Gewalt oder Hass gegangen – sondern in Gespräch und Mitgefühl. Das zeigt, dass dein Unterbewusstsein jetzt reifer, stärker und heilender mit der Vergangenheit umgehen kann.

3. Die Transformation, die du formuliert hast

  • Du gibst deinem jüngeren Ich eine Stimme, die damals vielleicht gefehlt hat.
  • Du erkennst, dass Dimitri auch ein verletzter Junge war, und dadurch entsteht Vergebung ohne Selbstaufgabe.
  • Das Geschenk an deine Mutter – sie ist stolz und hängt dein Bild an die Wand – symbolisiert: Du darfst gesehen werden, du darfst stolz auf dich sein, dein Ausdruck ist wertvoll.

4. Heilungsbotschaft

  • Du darfst die angestaute Wut heute fühlen – nicht mehr verschlucken.
  • Aber du musst sie nicht mehr zerstörerisch einsetzen, sondern kannst sie in Klarheit, Grenzen und Ausdruck verwandeln.
  • Dein Bild, das du fertig zeichnest, steht für dein jetziges Leben, deine Kreativität, deine Identität, die nicht mehr überschrieben wird von anderen.

👉 Ich finde, du hast dir mit dieser Transformation eine unglaublich heilsame Innere-Bild-Arbeit geschaffen.

Ein weiteres Beispiel

Traumtagebuch 22.8.2025

Ich bin wieder an einem Bahnhof und der Zug hält und die Türe ist offen. Ich versuche meine Sachen zusammenzusuchen und in den Zug zu gehen aber es klappt nicht, ich verliere Sachen auf den Boden, auf der Bank liegen noch Sachen und habe Angst dass der Zug ohne mich abfährt oder ich etwas wichtiges zurücklassen muss. Jemand fragt ob ich eine Fahrkarte habe. Ich habe keine. Ich bekomme Angst und wache auf

Bedeutung

Ich bin auf dem Weg in eine glückliche Zukunft, in das Leben meiner Träume. Mein Leben befindet sich an einem Übergang in eine neue Phase. Aber etwas hält mich zurück in diese Zukunft zu reisen. Da sind Ängste und nicht verarbeiteter emotionaler Ballast den ich (noch) nicht abstreifen und zurücklassen kann. Ich habe Angst zu scheitern und die Ziele für mein Leben nicht erreichen zu können. Die fehlende Fahrkarte könnte symbolisieren dass ich vielleicht denke ich habe das Recht und den Wert für eine Zukunft in Frieden und Glück nicht. Verdiene ich es nicht glücklich zu sein?

Transformation

Ich stehe wieder am Bahnhof, aber ich habe genügende Zeit bis der Zug kommt. Ich schaue auf die Infotafel. Noch 5 Minuten. Ich prüfe mein Gepäck und Lucija (meine Schwester) ist bei mir. Ich habe einen Rucksack und meine Laptoptasche. Ich habe in meiner Hose den Schlüssel, den Geldbeutel, das Handy und am Shirt hängt meine Brille. Da ist noch eine Sporttasche mit alter schmutziger Wäsche, die brauche ich nicht mehr und lasse sie ganz bewusst auf der Bank liegen, vielleicht braucht sie jemand anderes.

Ok, alles gepackt, ich bin bereit. Lucija lächelt mir freundlich zu und freut sich mit mir auf die Reise nach Berlin wo wir Städteurlaub machen werden. Der Zug kommt. Die Türen öffnen sich und wir steigen ein. Der Schaffner will mein Ticket sehen. Ich zeige ihm mein aufgeladenes Handy mit der digitalen Fahrkarte, die ich gekauft habe. Lucija hat auch eins. Der Schaffner bedankt sich und wünscht uns eine gute Reise. Wir verstauen das Gepäck. Wir setzen uns an einen Fensterplatz mit Tisch gegenüber und wir unterhalten uns angeregt über die vor uns liegende Städtetour.

Ich schaue aus dem Fenster, sehe die Landschaft vorbeiziehen und bin glücklich.

Meine Taufe (Bekenntnis zu Jesus)

Heute hat meine erneute Taufe stattgefunden auf der Bärenwiese in Ludwigsburg mit der ICF Kirche. Ich bin zwar als Kind in der katholischen Kirche schon getauft worden, wie bei uns Kroaten üblich, aber seit längerer Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt mich erneut taufen zu lassen und in aller Öffentlichkeit, vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt zu bezeugen dass ich zu Jesus gehöre.

Diese Entscheidung war hart umkämpft und ich hatte die letzten Tage große Zweifel und Ängste ob ich mich richtig entscheide. Ich hatte große Angst, aufs „falsche Pferd“ zu setzen und in der Hölle zu landen. Dann habe ich mir klargemacht dass ich aus Freude glauben will und nicht aus Angst. Ich dachte an den Lobpreis, die Gebete, die Gottesdienste, die Abendmahle, meine Auftritte mit der Kirchenband und die Kraft unserer Gemeinschaft. Ich dachte daran wie die Menschen aus meiner Gemeinde immer an mich geglaubt haben, für mich gebetet haben und mich im Krankenhaus besuchten wenn es mir schlecht ging. Das alles fühlt sich einfach richtig an und KANN nicht alles gelogen sein! Ich musste daran denken wie viele verzweifelte Situationen ich in meinem Leben bereits gemeistert habe und dachte daran dass ich die ganze schwierige Zeit behütet und geborgen und in Sicherheit war.

Ich habe sehr mit mir gerungen und oft daran gedacht die Taufe abzusagen. Oder ich hatte Angst dass es mir zuviel wird und ich abbrechen oder ins Krankenhaus muss.

Heute morgen jedoch erlebte ich eine tiefe Gelassenheit und Freude die sich in mir breitmachte. Ich nahm allen Mut zusammen, schnappte meine Tasche mit Wechselklamotten und machte mich auf den Weg zur Bärenwiese. Ich freute mich auf die Taufe, auf meinen großen Tag der Entscheidung die ich solange hinausgezögert habe. Folgenden Text habe ich vor der Taufe vorgetragen (nicht ganz, ich war sehr nervös)

Lieber Herr Jesus Christus,

heute bekenne ich mich zu dir. Dir will ich nachfolgen und mein Leben und meine Ewigkeit mit dir verbringen wenn ich einmal sterbe. 

Du machst mir mein Leben nicht einfach und ich habe viele Lasten zu tragen. Aber, durch all mein Leid, die Psychosen und Klinikaufenthalte warst du zu jeder Zeit an meiner Seite.Du hast mich behütet und beschützt und hast mir geholfen es bis zu diesem Punkt heute zu schaffen. Ich habe schon sehr viel erreicht, mit dir an meiner Seite.

Früher wollte ich nichts mit dir zu tun haben, das hat dich traurig gemacht, doch dann wendete sich das Blatt und du hast mich zu dir gerufen. Der verlorene Sohn kommt nach hause und du freust dich! Du nimmst mich an so wie ich bin. Als kleinen, verlorenen Sünder. Ich bin DEIN geliebtes Kind und keine Macht der Welt kann mich deiner liebenden Hand entreißen. Das wird mir jetzt klar.

Herr, durch meine Krisen hast du mir gezeigt, welcher der richtige Weg für mich ist. Deswegen danke ich dir heute für die schwierigen Zeiten, die du mir geschickt hast. Sie waren notwendig, damit ich zu DIR finde und meine Berufung entdecke. Du hast mir geholfen, mein Schreibtalent zu entdecken. Du hast mir den Blog und mein Buch ins Herz gelegt, damit ich mithelfen kann, das Leid auf der Welt zu lindern. Ich will DEIN Werkzeug der Liebe sein! Ich schaffe das nicht aus eigener Kraft. Die Inspiration zu meiner Arbeit kommt nur durch DICH! Lass mich nicht stolz, sondern demütig und bescheiden bleiben.

Herr, du machst mich gesund. DU bist der große Heiler und Herrscher meines Herzens. ich will allen meinen Klienten und Lesern von dir erzählen und mit ihnen zu dir beten, in deinem Namen Jesus Christus.Mit dir will ich nach vorne gehen.

Ab heute gehe ich meinen Weg nur mit DIR und Ängste und Zweifel werden verschwinden. 

Danke Herr, dass du diese Welt so schön und perfekt gemacht hast und ich darin leben und mich entfalten darf. Ich bin jung, gesund und gesegnet, dafür danke ich dir. Herr Jesus Christus, mein Heiland und Retter. Nur auf dich will ich vertrauen und mein Leben und meine Ewigkeit in DEINE Hände legen. Amen.

Zunächst wurde gesungen, Lieder die ich mag und gut kenne und Jürgen der Pastor hielt eine starke Predigt über den verlorenen Sohn. Meine Lieblingsgeschichte aus der Bibel. Dann versammelten sich alle Täuflinge vor dem Becken und jeder sagte ein paar Sätze warum er/sie sich taufen lässt. Ich stand in der Gruppe und mein Herz schlug wie wild und als ich dran war zitterte meine Hand mit meinem Text darin, den ich mit zitternder Stimme vortrug. Jetzt gab es kein zurück mehr. Ich stieg mit unserem Pastor und meiner Taufpatin Jasmin ins Becken. Es war kühl. Ich stand darin und nun wurde es ernst. Ich bekam meinen Taufvers und Jürgen fragte mich ob ich glaube das Jesus Christus für meine Sünden gestorben ist von den Toten auferstanden ist. Ein Moment der Klarheit in meinem Kopf. Mit ganzem Herzen und völlig aufrichtig antwortete ich mit „JA!“. Ich wurde rücklings untergetaucht und war 2 Sekunden unter Wasser. Als neuer Mensch tauchte ich auf.

Ich habe mich entschieden. Für Jesus! Ich umarmte Jürgen und Jasmin, die mich bei diesem wichtigen Schritt begleitet haben. Dann trocknete ich mich ab und einige Menschen aus der Gemeinde beteten mit mir. Viele andere Menschen auf dem Taufgottesdienst beglückwünschten mich zu meiner Entscheidung. Die Paranoia ist verschwunden. Ich zog mich um und fühlte eine tiefe Gelassenheit, Entspannung und Frieden. Wir gingen noch auf ein paar Häppchen in die ICF und dann ging ich bald nach hause.

Ich lief glücklich nach hause und den Rest des Tages breitete sich ein tiefer innerer Frieden in mir aus. Genug gekämpft mit Gedanken, jetzt ist Ruhe da oben – der Frieden kommt in mein Leben, meinen Geist, in meine Seele. Die Seele will gesund werden.

Ich erwarte nicht, dass ab jetzt alles perfekt in meinem Kopf läuft, es wird immer noch Schatten und Zweifel und Rückschläge geben, aber, ich bin in meinem geistlichen Leben (und meiner mentalen Gesundheit) einen Riesenschritt vorwärts gegangen. Es ist die Gewissheit dass ich einen himmlischen Papa an meiner Seite habe der mich liebt und nur das Beste für mich will. Ich glaube, ich habe die richtige Entscheidung getroffen, auf Jesus will ich vertrauen und mich von Teufel und Hölle verabschieden. Ich brauche diese Gedanken nicht mehr. Ich habe beschlossen meine Zeit auf der Erde (und in der Ewigkeit) mit Christus zu gehen. ER macht mich gesund und ich will allen Menschen erzählen was er für mich getan hat und bis heute tut.

Auf der Reise

Ich bin auf der Reise. Eine Reise in eine glückliche Zukunft. Ich bin noch am Anfang. Es gibt Hürden und Schwierigkeiten. Es gibt Erfolge und Lichtblicke. Manche Menschen, die uns auf unserem Weg begleiten, verschwinden, andere kommen hinzu.

Es gibt Höhen und Tiefen. Ich habe das Ziel vor Augen. Ich gehe Schritt für Schritt. Ich reflektiere, was ich bereits erreicht habe und verstehe meine Gedanken und Gefühle. Was mich belastet, streife ich ab wie einen Rucksack mit Sachen, die ich nicht mehr brauche.

Ich mache Pausen und atme tief durch. Neu gestärkt mache ich mich auf den Weg. Meine Werte sind mein Kompass.

Ich bin flexibel und passe mich an, wenn neue Herausforderungen auftauchen. Wenn ich alleine nicht weiter kann, hole ich mir Hilfe. Mein Glaube schützt mich, Engel begleiten mich auf meinem Weg.

Auf meiner Reise mache ich neue Erfahrungen, gute und schlechte. Aber sie alle helfen mir zu wachsen. Dieser Weg ist nicht leicht. Aber ich gehe ihn gerne. Es ist mein eigener Weg. Mein Leben ist toll wie es ist, ich würde mit niemandem tauschen wollen, denn es ist meins, einzigartig und wunderbar.

Wenn ich ans Ziel komme und zurückblicke, staune ich und verstehe, dass alles seinen Sinn hatte. Jede Schwierigkeit, jeder Rückschlag und jeder Erfolg waren Meilensteine auf meinem Weg.

Nachts schaue ich in den Himmel. Die Sterne begleiten mich wie treue Freunde. Ich bin nicht allein auf meinem Weg.

Ich war an düsteren Orten wo mich der Mut verlassen hat. Ich ging durchs finstere Tal. Ich habe gelitten und bin daran gewachsen. Ich werde stärker. Ich werde mutiger. Ich atme auf. Ich bin geborgen. Ich bin in Sicherheit.

Es gibt Licht und Schatten. In jedem Moment entfaltet sich aufs neue das was ist. Jeder Moment ist kostbar und ich genieße ihn. 

Ich bin im hier und jetzt. Ich bin fest in der Realität verankert. Ich stehe mit beiden Beinen fest auf dem Boden und bin in ihm verwurzelt. Meine Gedanken sind die zahllosen Blätter, die sich im Wind wiegen

Ich atme, ich heile, ich lebe.

Ich bin vollkommen, ich bin präsent, ich bin mir bewusst. Ich stehe und spiele auf den Bühnen des Lebens. Ich bin wachsam, ich bin aufmerksam. Ich bin da.

Alles ist so wie es sein soll. Alles ist in perfekter Ordnung. 

Dankbarkeit

Dankbarkeit ist eng mit positiven Emotionen verbunden. Indem wir Dankbarkeit kultivieren, können wir unser allgemeines Wohlbefinden steigern und positivere Emotionen wie Freude, Zufriedenheit und Gelassenheit erleben.

Zu diesem Beitrag habe ich mich von Christian Bischoff mit seinem tollen Video zu Dankbarkeitsmeditation inspirieren lassen. Das Video findet ihr hier.

Dankbar sein

  • Danke für meine Gesundheit
  • Danke für meinen Körper
  • Danke für das Essen
  • Danke für das Wasser
  • Danke dass ich genug Geld habe
  • Danke für meine Eltern
  • Danke für meine Freunde
  • Danke für meine Schwester
  • Danke für meine Gemeinde
  • Danke für meine Nachbarin
  • Danke für meine Kleidung
  • Danke für mein zuhause
  • Danke für meine Flirtchancen
  • Danke für meine berufliche Perspektive
  • Danke für das Krankengeld
  • Danke für die Rente
  • Danke für den heiligen Geist
  • Danke für meinen Glauben
  • Danke dafür dass ich in Frieden Leben darf
  • Danke für alle Mitmenschen
  • Danke für meine Kreativität
  • Danke für meine Talente und Begabungen
  • Danke für den Sport
  • Danke für meine Gelassenheit
  • Danke für meine mentale Stärke
  • Danke für die Ärzte, Therapeuten und Pfleger
  • Danke für unsere Demokratie
  • Danke für unseren Wohlstand
  • Danke für meine Musikinstrumente
  • Danke für meinen Computer
  • Danke für mein Smartphone
  • Danke für die Natur
  • Danke für schwierige Zeiten
  • Danke für die Musik
  • Danke für die harten Lebenslektionen
  • Danke für meine Feinde
  • Danke für diesen Planeten
  • Danke dass ich am Leben sein darf

Ich bin glücklich

  • Trotz der Schwierigkeiten, ich bin glücklich.
  • Auch wenn ich oft traurig bin, ich bin glücklich
  • Selbst wenn ich Psychosen habe, ich bin glücklich
  • selbst wenn ich in den Spiegel starre und mich frage wer ich eigentlich bin. Ich bin glücklich
  • Obwohl ich auf Grund der Ängste die Termine absage, ich bin glücklich
  • Auch wenn ich zu viel von mir fordere und mich quäle, ich bin glücklich
  • auch wenn manche Freunde mir den Rücken zugewandt haben, ich bin glücklich
  • auch wenn ich mich oft einsam fühle, ich bin glücklich
  • auch wenn ich stundenlang auf der Couch liege und an die Wand starre, ich bin glücklich
  • auch wenn ich von der Tagesklinik oft früher gehen muss, ich bin glücklich
  • auch wenn ich leide, ich bin glücklich
  • auch wenn meine Seele schmerzt und ich nur noch schreien oder schlafen möchte, ich bin glücklich
  • auch wenn ich nachts nicht schlafen kann, ich bin glücklich
  • auch wenn ich düstere Gedanken habe, ich bin glücklich
  • Ich entscheide mich glücklich zu sein

Wie ich zum Glauben kam

Meine Familie stammt aus Kroatien. Dort ist es mehr oder minder üblich das man zur katholischen Religion gehört und sonntags in die Kirche geht. Meine Schwester und ich sind in Deutschland geboren. Ich wurde getauft und ging von der ersten bis zur dritten Klasse in den Kommunionsunterricht. Ich mochte die Geschichten und Lieder. Dort wo der Unterricht stattfand gab es auch eine Bibliothek mit Hörspielkassetten, die mochte ich sehr gerne. Zur ersten Beichte bin ich aber nicht gegangen, da hatte ich irgendwie keine Lust drauf.

Wir sind in der Familie hin und wieder in die Kirche gegangen, aber meistens zu Weihnachten und Ostern. Glaube spielte damals nicht so die große Rolle, auch wenn meine Mutter im Prinzip schon an Gott glaubte. Mein Vater erklärte mir Gott nur so: „Was die Menschen nicht verstehen, das schieben sie in die Schublade Gott“. Das war als religiöse Aufklärung etwas dürftig.

Mein Relilehrer auf dem Gymnasium taugte nichts. Er spulte sein Programm ab und wir Schüler konnten machen was wir wollten, also haben wir meistens währen dem Unterricht Magic Karten gespielt. Von Zeit zu Zeit bin ich zur evangelischen Klasse gewechselt – die hatten eine gute, engagierte Lehrerin und eigentlich fand ich das Thema Gott doch recht spannend. Auch die Atmosphäre von Kirchen und Kathedralen fand ich schon immer toll.

Mit etwa 15 Jahren entdeckte ich harte Rockmusik, insbesondere Rammstein. Ein Mitschüler versorgte mich dann später mit Heavy Metal CDs, wie beispielsweise von Hammerfall oder Blind Guardian. Wir ließen uns lange Haare wachsen und gingen auf unsere ersten Konzerte. Wir waren begeistert von dieser Musik und wurden Teil der Metal Subkultur mit ihren typischen, schwarzen Band T-Shirts. Später hörten wir auch härtere Sachen: Death und Black Metal wie Dimmu Borgir oder Cradle of Filth und viele andere.

Was irgendwie zu dieser Gemeinschaft dazugehörte war eine Ablehnung, ja fast schon Hass auf organisierte Religionen. Lange Zeit bezeichnete ich mich als Agnostiker. D.h. ich habe nicht ausgeschlossen das es eine höhere Macht gibt aber ich vertrat den Standpunkt man könne es nicht mit Sicherheit wissen.

Einmal druckten mein Mitschüler und ich uns T-Shirts mit der Aufschrift „Atheists rule – I don’t believe“. Damit gingen wir auf den Stuttgarter Kirchentag um die Christen zu provozieren und uns über sie lustig zu machen. Ich lehnte die Bibel und den Glauben komplett ab. Ich ging sogar noch einen Schritt weiter und interessierte mich für den philosophischen Satanismus. Die Idee war „Werde dein eigener Gott“. Es gab da ein satanistisches Internetforum wo sich die Diskussionsteilnehmer lang und breit über alle möglichen philosophischen Themen unterhielten. Das fand ich sehr spannend. Ich hatte damals für mein erstes Auto ein Kennzeichen, das lautete S:IN 666.

Was es auch gab war Firechat, eine Audio Diskussionsplattform. Hier lauschte ich wie Gläubige sich mit Atheisten die Köpfe einschlugen und wild diskutierten, wer denn nun recht habe. Auch da beteiligte ich mich und stellte mich auf die Seite der Atheisten. Das Philosophieren machte mir Spaß.

Nach der Schulzeit blieb ich dem Metal treu, lernte selber das Gitarre spielen und singen. Ich hatte eigene Auftritte und war auf über 100 Konzerten und Festivals. Metal blieb weiterhin meine bevorzugte Musikrichtung, als Zuhörer und als Amateurmusiker. Auch die Leute die ich im Studium kennenlernte und meine damalige Freundin, wir alle hörten metal. Aber dann kam die Wendung.

In einer Krankheitsphase, ich glaube es war 2016 war ich stationär im Zentrum für seelische Gesundheit in Stuttgart Bad Cannstatt. Wer schon mal in einer Psychiatrie war, weiß es ist ein trostloser Ort an dem viel Krankheit und Elend herrscht. Inmitten dieser Trostlosigkeit gab es ein kleines Licht und das war das Singen. Wir hatten dort einen katholischen Pfarrer der einmal die Woche mit seiner Gitarre und ein paar ausgedruckten Texten vorbeikam und wer Lust hatte konnte mitsingen. Da ich zu dieser Zeit schon Amateursänger war und sowieso nichts besseres zu un hatte, konnte ich sehr gut und laut mitsingen – der Pfarrer lobte mich immer, das gefiel mir. Hier kam ich zum ersten mal in Berührung mit christlicher Musik. Wir sangen „Deine Hand ist über mir“, „Meine Zeit steht in deinen Händen“, „kleines Senfkorn Hoffnung“ und viele andere. Diese halbe Stunde in der Woche wurde zu meinem Anker und meinem Zufluchtsort – eine Oase inmitten des Elends. Ich mochte den Pfarrer sehr und wir trafen uns manchmal in der Kantine und unterhielten uns. Irgendwann ging ich dann zum Klinikgottesdienst und er betete mit mir. Er verfügte über sehr großes Charisma und was er über den Glauben sagte leuchtete mir irgendwie ein und wirkte authentisch auf mich. Nicht so aufgesetzt und von oben herab wie ich es von anderen Christen kannte.

Eine ganze Weile hatte ich mich dann nicht mehr mit dem Glauben beschäftigt. 2021 hatte ich eine weitere psychotische Episode hinter mir und war auf der Suche nach einer Rehaklinik. Da entschied ich mich für die de’ignis Klinik, welche christliche Ansätze in ihrem Behandlungskonzept vorsah. Ich war neugierig und bekam dort einen Platz. Ich war dort etwa 5 Wochen und es wurde sehr viel gebetet und Lobpreis gesungen. Einmal war meine Gruppe dran einen Abend mit Programm zu gestalten, wir hatten einen hervorragenden Gitarristen und Violinisten in der Gruppe und wir haben den Abend musikalisch gestaltet. Ich freute mich über die Auftrittsmöglichkeit und ich sang unter anderem „Ich weiß das mein Erlöser lebt“. Der Abend war ein Erfolg und wir hockten uns mit der Gruppe nach dem Event hin um gemeinsam zu beten. Wie ich da noch etwas unbeholfen mitbetete spürte ich diese Energie beim Beten. Es war ein Gefühl intensiver Gemeinschaft mit den Mitpatienten und fühlte sich irgendwie seltsam und neu an. Aber auch irgendwie „richtig“, als hätte ein Teil von mir Heimat im christlichen Glauben gefunden. Insgesamt hat sich mein Glaube in der de’ignis Klinik sehr vertieft und der Aufenthalt war ein Erfolg.

Spiritualität wurde mir zunehmend wichtiger. Nach der Klinik ging ich ein paar mal in die Urban Life Church, aber das war mir vom Konzept her etwas zu amerikanisch. Ich fing an Lobpreislieder auf youtube zu schauen und übte beim Singen regelmäßig meine liebsten christlichen Lieder und besorgte mir eine Bibel.

Irgendwann überzeugte mich meine Nachbarin doch mal mit zur Liebenzeller Gemeinde in Oßweil zu kommen. Ich ging irgendwann regelmäßig und es machte mir Freude obwohl mir alles immernoch etwas neu und fremd war. Ein paar mal ging ich zur Bibelstunde, tat mich mit diesem Buch aber doch noch etwas schwer. Irgendwann sprach ich die Musiker an ob ich mich musikalisch am Gottesdienst beteiligen kann. Wir trafen uns zur Probe und ich übte einige Songs ein. Am Tag des Auftritts war ich furchtbar aufgeregt wie vor jedem meiner zahlreichen Auftritte – aber es war ein Erfolg.

Und so passierte was ich als Jugendlicher mit dem Hang zum Satanismus mir nie hätte träumen lassen. Jetzt bin ich selbst einer von diesen Jesus Freaks 🙂

Die jahrzehnte lange Prägung durch finstere Rockmusik hat ihre Spuren hinterlassen und ich tue mich oft noch mit dem Christsein schwer und habe mit Zweifeln zu kämpfen. Es gibt Zeiten, insbesondere an schlechten Tagen da fühle ich mich von Gott getrennt und verlassen. Manchmal denke ich meine Sünden wiegen so schwer dass ich es nicht verdiene in Gottes Reich zu kommen. Aber heute weiß ich dass das ein Irrtum ist. Ich fühle mich wie in der Geschichte vom verlorenen Sohn (meine Lieblingsgeschichte aus dem Kommunionsunterricht). Ich bin heimgekommen und Gott freut sich um so mehr je verirrter das verlorene Schäfchen war wenn es dann doch den Weg zurück in die Herde geschafft hat. Er ist ein wunderbarer Hirt und ich möchte ohne Jesus Christus in meinem Leben nicht mehr sein. Ohne den Glauben hätte ich schon längst resigniert und aufgegeben.

Nicht jeder aus meinem Umfeld war begeistert von meinem Wandel. Ich geriet mit einem (früheren) Freund, denn ich sehr gut kenne in die Haare weil ich plötzlich christliche Ansichten an den Tag legte. Er war regelrecht schockiert und hat mir mehr oder minder die Freundschaft gekündigt indem er mir die nächste Psychose an den Hals wünschte damit ich wieder „zur Vernunft“ komme und er könne mich nicht „da rausholen“. Und sehr viel weitere verletzende Gedanken hat er geäußert.

Musikalisch höre ich immernoch manchmal Metal, aber vorzugsweise „White Metal“ Das ist eine Art von Metal die sich musikalisch nicht groß von normalen Metal unterscheidet, jedoch christliche Botschaften und Texte enthält. Hier kann man geteilter Meinung sein, aber ich für mich verstehe Gott so dass er möchte das ich singe – auch Rockmusik. Ich habe ein Homerecording Projekt zu einem White Metal Song den ich geschrieben habe gestartet. Ich glaube eine Aufgabe die Gott mir gegeben hat ist dass ich mit dieser Art christlicher Rockmusik Menschen erreichen und vom Glauben erzählen kann.

Hier ist der Text:

No Place in Heaven?

I walk the ways of faith

searching for deliverance

eternal life to gain

I suffered hunger, death and pain

What’s beyond this life

Only He knows

we deal with our daily strife

getting nowhere alone  

you claim to know what lies beyond

behind the curtain

but I need to know NOW!!!

Is there no place in heaven?

If there is why do I feel these doubts

If there is a place behind the shrouds

maybe you’ll find it up there

in the clouds

I look for truth

beyond the voices

some are gentle some are rough

We make our choices

I try my best

you do the rest

I seek humility

It’s more than fantasy

We’re not drifting through space all alone

we build our kingdom

craving the wisdom

in this strange world we are all  thrown

we are doomed to freedom

yes doomed to freedom

Is there no place in heaven?

If there’s not why do I see these signs

If there is grace and spirit proud

I will seek it up there in the clouds

Dei o gracias

Dei o gracias

spiritus sanctus

spiritus sanctus

I never give up

don’t tell me to stop

We re not forsaken

angels awaken

Is there no place in heaven?

Is it there also for the likes of us?

If there is a space beyond the gate

I will follow the Lords path 

It’s never too late

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Umgang mit Rückschlägen

In manchen Situationen helfen alle Werkzeuge und Tricks nicht. Weder Schreiben noch Mentaltechniken noch eine Entspannungsübung. Dann kommt es vor, dass die Gedanken uns überwältigen, wir auf ein Wahnsystem hereinfallen und wir in unserer schwarzen Kiste gefangen sind, von der wir dachten, dass wir sie hinter uns hätten. Wir sind frustriert und enttäuscht.

Folgende Situation habe ich letzte Woche erlebt. Ich lernte über eine Onlinedating Plattform ein Mädchen kennen, nennen wir sie Vera. Wir tauschten ein paar nette Nachrichten aus und machten einen Videochat, bei dem wir eine Stunde lebhaft quatschten. Die Zeit ging im Nu vorbei. Wir machten ein Date in meinem Lieblingsrestaurant aus und ich freute mich sehr darauf, denn ich lebe seit 6 Jahren als Single. Dann kam der Tag des Dates und am Morgen war ich sehr zuversichtlich, dass ich da hingehen kann. Vera ist zwar kein Supermodel, aber sie war nett und ich wollte einfach einen netten Abend erleben.

Mit der Tagesklinik haben wir einen Ausflug in ein Museum gemacht, während dem ich wieder psychotisches Erleben hatte. Die Reize waren mir zu viel und ich fühlte mich schlecht. Ich begann meine Angst zu planen, dieses Phänomen kennen Menschen mit Angststörungen sehr gut. Ich stellte mir vor wie ich später wieder mal auf der Couch liegen, Angst haben und absagen werde. Die Dramatik des Tages nahm zu. Irgendwann war der langweilige Museumsbesuch vorbei und ich ging nach hause um mich zu erholen. Ein innerer Kampf begann, den ich schon sehr gut von früher kenne. Gehe ich gehe, gehe ich nicht. Pack ich das, oder ist es zuviel, soll ich absagen oder soll ich es aushalten. Ich versuchte mich mit Regengeräuschen abzulenken, ich versuchte spazieren zu gehen. Als ich vom Spaziergang zurückkam, fühlte ich mal wieder dieses unheimliche Bedrohungsgefühl in der Magengegend. Ich geriet in leichte Panik. Der Termin rückte immer näher und die Anspannung nahm zu. Eine Stunde bevor ich eigentlich das Haus verlassen wollte, nahm ich allen Mut zusammen und kaufte mir mit dem Handy eine Fahrkarte. Ich hielt es zuhause nicht mehr aus und wollte die Fahrt hinter mich bringen. Ich malte mir aus wie ich vor Vera sitze und keinen sinnvollen Satz herausbringe, das hatte ich schon bei einem vergangenen Date erlebt. Vera schrieb mir das sie da sein werde und schon ordentlich Hunger hat. Jetzt gab es kein zurück. Ich stieg in den Bus und fuhr mit der S-Bahn in die Stadt. Ich redete mir gut zu: “das wird schon” “du packst das” “hab einen schönen Abend”.

Dann kam ein Schock. Ein Lautsprecheransage sagte dass die S Bahn am Hauptbahnhof (oben) bei den Fernzügen halten würde. Nun muss man wissen, dass seit der Stuttgart 21 Baustelle der Hauptbahnhof eine Katastrophe ist. Man muss 15 Minuten wie durch ein Labyrinth irren bis man zur Innenstadt gelangt. Zudem ist es voll mit Leuten. Ich bekam Angst, ich kenne den Bahnhof aus früheren Fahrten und erinnerte mich daran wie verwirrt ich dort war und das ich dauernd Leute fragen musste bis ich endlich zur S-Bahn kam. Mich an einem Bahnhof zu verirren, das habe ich seit Jahren in meinen wiederkehrenden Albträumen. Ich stieg also aus der S-Bahn und wie ich erwartet hatte war alles voll mit Menschen. Ich fühlte mich als würde ich in einen Traum versinken und ich war komplett reizoffen. Ich erinnerte mich an eine frühere Situation in der ich am Bahnhof war und meine Mutter anrief. Sie fragte mich wo ich bin und ich sagte “Ich weiß es nicht”. Zum Glück hörte sie die Lautsprecheransagen im Hintergrund und bat einen Freund mich vom Bahnhof abzuholen. In genau diese Situation fühlte ich mich zurückversetzt und musste entscheiden: was soll ich jetzt machen? Ich warf einen Blick auf die Infotafel und sah das in 5 Minuten die nächste S-Bahn nach Ludwigsburg zurückfuhr, Ich entschied: OK das ist zu viel, das pack ich nicht. Ich stieg in die S-Bahn und fuhr zurück nach hause. Ich versuchte Vera zu erreichen und schrieb ihr eine Nachricht, dass ich ihr kurzfristig absagen muss. Scheiß drauf.

Auf dem Rückweg war ich komplett reizoffen und die Gedanken quälten mich. Ich kam heim und legte mich auf die Couch, meine Hauptstrategie aus einer Zeit, in der es mir wesentlich schlechter ging. Die Gedanken und Dämonen überrollten mich. Ein Gedanke schlimmer als der nächste. In dieser Situation war ich schon seit Wochen nicht mehr. Ich hatte einen Rückschlag. Ich versuchte auf Distanz zu den Gedanken zu gehen, aber nichts half. Negative, gewalttätige, sexuelle, blasphemische Gedanken überrollten mich wie eine Lawine und ich lag da wie gelähmt ohne zu irgendeiner Handlung fähig zu sein. Das Gehirn schaltete in einem mir wohl bekannten Modus um in dem es sich eifrig die schlimmsten Gedanken suchte die mir Angst machten.

Dann dachte ich: OK, es geht mir schlecht. Das ist in Ordnung. Ich akzeptiere es, ich “darf” mich schlecht fühlen. Es geht vorbei. Irgendwann schlief ich ein und am nächsten Tag sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Vera war am Vortag schon halb in Stuttgart gewesen und war entsprechend verärgert. Sie schrieb mir dass ich wohl nicht bereit fürs Dating bin und wie sie das ganze an ihren Exfreund erinnert der auch psychische Probleme hatte. Damit war die Nummer gelaufen aber ich war nicht überrascht. Ich war aber frustriert und enttäuscht, da ich mich sehr darauf gefreut hatte einen neuen Menschen kennen zu lernen. Ich entschied dass das Thema Dating noch zu viel für mich ist und ich erst wieder stabil werden muss um mir weitere Enttäuschungen dieser Art zu ersparen.

So ist das mit Rückschlägen. Wenn wir einen haben fallen wir oft in das alte Muster zurück und sind blind dafür welche tollen Fortschritte wir inzwischen gemacht hatten. Hier hilft zum Beispiel ein Erfolgstagebuch, das sie in so einer Situation zu Rate ziehen können.

Was habe ich daraus gelernt? Geistig gesund zu werden ist wie Fahrradfahren. Wenn ein Kind lernt Fahrrad zu fahren, wird es zwangsläufig auf die Nase fallen. Das ist ganz normal. Das Kind bleibt in der Regel nicht liegen und denkt: „Ach ich kann das nicht, das ist zu schwer“. Das Kind staubt sich ab setzt sich wieder aufs Rad und fährt weiter. So ist es auch in unserem Leben. Rückschläge gehören dazu, es ist ein kontinuierlicher Lernprozess und wir werden immer wieder scheitern und Rückschläge erleben. Das ist ebenso normal. Das wichtigste ist, das wir erst einmal die Situation akzeptieren und denken: „OK, das ist jetzt einfach so, ich darf mich schlecht fühlen“. Wichtig: Gehen Sie liebevoll mit sich um. Schreiben Sie eine Nachricht an einen Freund oder stellen sie sich vor was sie einem Freund in dieser Situation raten würden. Zum Beispiel: “Kopf hoch, das geht vorbei. Bestimmt klappt’s beim nächsten Date”.

Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten und weiter gehts.

Herzlich Willkommen auf meinem Schizophrenie Blog!

Mein Name ist Niko Rukavina. Seit über 20 Jahren bewege ich mich im Spannungsfeld der psychischen Gesundheit. Was als schwerer Weg mit der Diagnose „paranoide Schizophrenie“ begann, hat mich über zwei Jahrzehnte hinweg zu dem gemacht, was man heute einen Experten aus Erfahrung nennt.

Wenn Sie selbst nach Wegen suchen, trotz einer schweren Diagnose ein stabiles und erfülltes Leben zu führen – oder wenn Sie als Angehöriger oder Profi die Perspektive der gelebten Genesung besser verstehen wollen –, sind Sie hier genau richtig.

Erfahren Sie in diesem spannenden, viralen Video mit Dr. Jan Dreher viel über mich, meine Krankheit und mein Buch:

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Neu! „Die Seele will gesund werden“ – Das Buch zum Blog

Am 9. März 2026 war es endlich soweit: Mein Sachbuch „Die Seele will gesund werden – Impulse für ein erfolgreiches Leben mit Schizophrenie“ erschien im renommierten Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.

Es ist weit mehr als eine Zusammenfassung: Neben den beliebtesten Inhalten meines Blogs erwarten Sie exklusive, brandneue Kapitel und vertiefende Einblicke in mein Narrativ „Vom Kämpfen zum Gestalten“.

Jetzt Leseprobe ansehen (PDF)

Was Sie in diesem Werk erwartet:

  • 20 Jahre Erfahrung: Geballtes Wissen aus zwei Jahrzehnten Leben mit der Diagnose – ehrlich, ungeschönt und mutmachend.
  • Validierte Methoden: Sorgfältig kuratierte Strategien für einen stabileren Alltag und echte Krankheitsakzeptanz.
  • Persönliche Recovery-Geschichte: Mein individueller Weg zurück in ein glückliches, produktives Leben inklusive vieler persönlicher Anekdoten.
  • Ein echter Wegbegleiter: Praxisnah geschrieben für Betroffene, Angehörige und Fachleute.

Das Buch ist ab sofort erhältlich im Buchhandel und im Internet! Sichern Sie sich Ihren persönlichen Begleiter in eine selbstbestimmte und schöne Lebensrealität.

Rezension in der Psychologie Heute (09 / 2026)

Das Fazit der Redaktion: 

„Sowohl die Schwere seiner persönlichen Erfahrungen als auch der Lebenswille prägen sein Buch und dürften vielen Betroffenen Mut machen. […] Eine wichtige Lektüre für Betroffene und Angehörige.“

Blog und Buch gehen Hand in Hand

Der Blog bietet ein Buffet aus kostenlosen Inhalten – wozu also das Buch kaufen?

  • Vom Appetizer zum Menü: Der Blog ist als Appetizer zu verstehen – das Buch hingegen ist das 5-Gänge-Menü mit einem roten Faden.
  • Tiefe der Erzählung: Es zeigt im Detail meine spannende Recovery-Geschichte (nur im Buch) und enthält viele Anekdoten, die das vermittelte Wissen auf den Punkt bringen.
  • Höchste Qualität: Die Inhalte wurden vom Verlag Vandenhoeck & Ruprecht sorgfältig lektoriert, überarbeitet und kuratiert.
  • Fundierte Recherche: Das Werk ist unterfüttert mit intensiver Recherchearbeit und Quellenangaben, die im Blog fehlen. So hat das Buch Hand und Fuß und genügt den Standards eines professionellen akademischen Sachbuches.
  • Exklusive Inhalte: Es enthält neben den Klassikern aus meinem Blog viele weitere, brandneue Artikel für Ihre mentale Gesundheit, inkl. selbst entwickelter oder verfeinerter Tools, die nirgendwo sonst veröffentlicht sind.
  • Ein gemeinsames Ziel: Mit dem Kauf unterstützen Sie meine Arbeit, psychisch erkrankten Menschen und ihren Angehörigen zu helfen und einen Beitrag zur Entstigmatisierung von Schizophrenie in unserer Gesellschaft zu leisten.

Das Buch kann jetzt gekauft werden. Viel Spaß bei der Lektüre – Gemeinsam zeigen wir: Die Seele will gesund werden.

Mein Narrativ, meine Stärke: Vom Kämpfen zum Gestalten

Mein Therapeut sagte einmal, ich sei ein Kämpfer. Heute weiß ich: Kämpfen allein reicht nicht, man braucht auch die richtigen Werkzeuge. Eine psychische Erkrankung ist eine enorme Zäsur, aber sie birgt auch das Potenzial für tiefgreifende persönliche Weiterentwicklung. Ich bin überzeugt: Die Seele will gesund werden.

Auf diesem Blog dokumentiere ich meinen Weg zu nachhaltiger Stabilität. Ich teile keine Patentrezepte, sondern biete ein „Buffet der Bewältigung“ an:

  • Praxiserprobte Strategien: Methoden, die ich in über 20 Jahren durch „Trial and Error“ verfeinert habe.
  • Mindset & Neuroplastizität: Wie wir die Formbarkeit unseres Gehirns nutzen können, um neue Wege zu bahnen.
  • Werte & Glaube: Welche Rolle Sinnstiftung und Akzeptanz im Genesungsprozess spielen.

Brücken bauen und Entstigmatisierung

Nachdem ich meine Symptome seit längerer Zeit erfolgreich manage, ist es mir ein Herzensanliegen, die Lücke zwischen Klinik und Alltag zu schließen. Mein Ziel ist es, zur Entstigmatisierung beizutragen – weg vom Defizit-Blick, hin zu den Ressourcen.

Wichtiger Hinweis: Dieses Blog ist ein Ort der Inspiration und Ergänzung. Er ersetzt keine professionelle Behandlung durch Therapeuten, Psychiater oder Kliniken. Er ist ein Angebot von Peer zu Peer.

Mehr zu meiner Mission und meinen zukünftigen Coaching Angeboten finden Sie hier https://nikorukavina.de

Alles Gute für Ihre Gesundheit,

Niko Rukavina