Dankbarkeit ist eng mit positiven Emotionen verbunden. Indem wir Dankbarkeit kultivieren, können wir unser allgemeines Wohlbefinden steigern und positivere Emotionen wie Freude, Zufriedenheit und Gelassenheit erleben.
Zu diesem Beitrag habe ich mich von Christian Bischoff mit seinem tollen Video zu Dankbarkeitsmeditation inspirieren lassen. Das Video findet ihr hier.
Meine Familie stammt aus Kroatien. Dort ist es mehr oder minder üblich das man zur katholischen Religion gehört und sonntags in die Kirche geht. Meine Schwester und ich sind in Deutschland geboren. Ich wurde getauft und ging von der ersten bis zur dritten Klasse in den Kommunionsunterricht. Ich mochte die Geschichten und Lieder. Dort wo der Unterricht stattfand gab es auch eine Bibliothek mit Hörspielkassetten, die mochte ich sehr gerne. Zur ersten Beichte bin ich aber nicht gegangen, da hatte ich irgendwie keine Lust drauf.
Wir sind in der Familie hin und wieder in die Kirche gegangen, aber meistens zu Weihnachten und Ostern. Glaube spielte damals nicht so die große Rolle, auch wenn meine Mutter im Prinzip schon an Gott glaubte. Mein Vater erklärte mir Gott nur so: „Was die Menschen nicht verstehen, das schieben sie in die Schublade Gott“. Das war als religiöse Aufklärung etwas dürftig.
Mein Relilehrer auf dem Gymnasium taugte nichts. Er spulte sein Programm ab und wir Schüler konnten machen was wir wollten, also haben wir meistens währen dem Unterricht Magic Karten gespielt. Von Zeit zu Zeit bin ich zur evangelischen Klasse gewechselt – die hatten eine gute, engagierte Lehrerin und eigentlich fand ich das Thema Gott doch recht spannend. Auch die Atmosphäre von Kirchen und Kathedralen fand ich schon immer toll.
Mit etwa 15 Jahren entdeckte ich harte Rockmusik, insbesondere Rammstein. Ein Mitschüler versorgte mich dann später mit Heavy Metal CDs, wie beispielsweise von Hammerfall oder Blind Guardian. Wir ließen uns lange Haare wachsen und gingen auf unsere ersten Konzerte. Wir waren begeistert von dieser Musik und wurden Teil der Metal Subkultur mit ihren typischen, schwarzen Band T-Shirts. Später hörten wir auch härtere Sachen: Death und Black Metal wie Dimmu Borgir oder Cradle of Filth und viele andere.
Was irgendwie zu dieser Gemeinschaft dazugehörte war eine Ablehnung, ja fast schon Hass auf organisierte Religionen. Lange Zeit bezeichnete ich mich als Agnostiker. D.h. ich habe nicht ausgeschlossen das es eine höhere Macht gibt aber ich vertrat den Standpunkt man könne es nicht mit Sicherheit wissen.
Einmal druckten mein Mitschüler und ich uns T-Shirts mit der Aufschrift „Atheists rule – I don’t believe“. Damit gingen wir auf den Stuttgarter Kirchentag um die Christen zu provozieren und uns über sie lustig zu machen. Ich lehnte die Bibel und den Glauben komplett ab. Ich ging sogar noch einen Schritt weiter und interessierte mich für den philosophischen Satanismus. Die Idee war „Werde dein eigener Gott“. Es gab da ein satanistisches Internetforum wo sich die Diskussionsteilnehmer lang und breit über alle möglichen philosophischen Themen unterhielten. Das fand ich sehr spannend. Ich hatte damals für mein erstes Auto ein Kennzeichen, das lautete S:IN 666.
Was es auch gab war Firechat, eine Audio Diskussionsplattform. Hier lauschte ich wie Gläubige sich mit Atheisten die Köpfe einschlugen und wild diskutierten, wer denn nun recht habe. Auch da beteiligte ich mich und stellte mich auf die Seite der Atheisten. Das Philosophieren machte mir Spaß.
Nach der Schulzeit blieb ich dem Metal treu, lernte selber das Gitarre spielen und singen. Ich hatte eigene Auftritte und war auf über 100 Konzerten und Festivals. Metal blieb weiterhin meine bevorzugte Musikrichtung, als Zuhörer und als Amateurmusiker. Auch die Leute die ich im Studium kennenlernte und meine damalige Freundin, wir alle hörten metal. Aber dann kam die Wendung.
In einer Krankheitsphase, ich glaube es war 2016 war ich stationär im Zentrum für seelische Gesundheit in Stuttgart Bad Cannstatt. Wer schon mal in einer Psychiatrie war, weiß es ist ein trostloser Ort an dem viel Krankheit und Elend herrscht. Inmitten dieser Trostlosigkeit gab es ein kleines Licht und das war das Singen. Wir hatten dort einen katholischen Pfarrer der einmal die Woche mit seiner Gitarre und ein paar ausgedruckten Texten vorbeikam und wer Lust hatte konnte mitsingen. Da ich zu dieser Zeit schon Amateursänger war und sowieso nichts besseres zu un hatte, konnte ich sehr gut und laut mitsingen – der Pfarrer lobte mich immer, das gefiel mir. Hier kam ich zum ersten mal in Berührung mit christlicher Musik. Wir sangen „Deine Hand ist über mir“, „Meine Zeit steht in deinen Händen“, „kleines Senfkorn Hoffnung“ und viele andere. Diese halbe Stunde in der Woche wurde zu meinem Anker und meinem Zufluchtsort – eine Oase inmitten des Elends. Ich mochte den Pfarrer sehr und wir trafen uns manchmal in der Kantine und unterhielten uns. Irgendwann ging ich dann zum Klinikgottesdienst und er betete mit mir. Er verfügte über sehr großes Charisma und was er über den Glauben sagte leuchtete mir irgendwie ein und wirkte authentisch auf mich. Nicht so aufgesetzt und von oben herab wie ich es von anderen Christen kannte.
Eine ganze Weile hatte ich mich dann nicht mehr mit dem Glauben beschäftigt. 2021 hatte ich eine weitere psychotische Episode hinter mir und war auf der Suche nach einer Rehaklinik. Da entschied ich mich für die de’ignis Klinik, welche christliche Ansätze in ihrem Behandlungskonzept vorsah. Ich war neugierig und bekam dort einen Platz. Ich war dort etwa 5 Wochen und es wurde sehr viel gebetet und Lobpreis gesungen. Einmal war meine Gruppe dran einen Abend mit Programm zu gestalten, wir hatten einen hervorragenden Gitarristen und Violinisten in der Gruppe und wir haben den Abend musikalisch gestaltet. Ich freute mich über die Auftrittsmöglichkeit und ich sang unter anderem „Ich weiß das mein Erlöser lebt“. Der Abend war ein Erfolg und wir hockten uns mit der Gruppe nach dem Event hin um gemeinsam zu beten. Wie ich da noch etwas unbeholfen mitbetete spürte ich diese Energie beim Beten. Es war ein Gefühl intensiver Gemeinschaft mit den Mitpatienten und fühlte sich irgendwie seltsam und neu an. Aber auch irgendwie „richtig“, als hätte ein Teil von mir Heimat im christlichen Glauben gefunden. Insgesamt hat sich mein Glaube in der de’ignis Klinik sehr vertieft und der Aufenthalt war ein Erfolg.
Spiritualität wurde mir zunehmend wichtiger. Nach der Klinik ging ich ein paar mal in die Urban Life Church, aber das war mir vom Konzept her etwas zu amerikanisch. Ich fing an Lobpreislieder auf youtube zu schauen und übte beim Singen regelmäßig meine liebsten christlichen Lieder und besorgte mir eine Bibel.
Irgendwann überzeugte mich meine Nachbarin doch mal mit zur Liebenzeller Gemeinde in Oßweil zu kommen. Ich ging irgendwann regelmäßig und es machte mir Freude obwohl mir alles immernoch etwas neu und fremd war. Ein paar mal ging ich zur Bibelstunde, tat mich mit diesem Buch aber doch noch etwas schwer. Irgendwann sprach ich die Musiker an ob ich mich musikalisch am Gottesdienst beteiligen kann. Wir trafen uns zur Probe und ich übte einige Songs ein. Am Tag des Auftritts war ich furchtbar aufgeregt wie vor jedem meiner zahlreichen Auftritte – aber es war ein Erfolg.
Und so passierte was ich als Jugendlicher mit dem Hang zum Satanismus mir nie hätte träumen lassen. Jetzt bin ich selbst einer von diesen Jesus Freaks 🙂
Die jahrzehnte lange Prägung durch finstere Rockmusik hat ihre Spuren hinterlassen und ich tue mich oft noch mit dem Christsein schwer und habe mit Zweifeln zu kämpfen. Es gibt Zeiten, insbesondere an schlechten Tagen da fühle ich mich von Gott getrennt und verlassen. Manchmal denke ich meine Sünden wiegen so schwer dass ich es nicht verdiene in Gottes Reich zu kommen. Aber heute weiß ich dass das ein Irrtum ist. Ich fühle mich wie in der Geschichte vom verlorenen Sohn (meine Lieblingsgeschichte aus dem Kommunionsunterricht). Ich bin heimgekommen und Gott freut sich um so mehr je verirrter das verlorene Schäfchen war wenn es dann doch den Weg zurück in die Herde geschafft hat. Er ist ein wunderbarer Hirt und ich möchte ohne Jesus Christus in meinem Leben nicht mehr sein. Ohne den Glauben hätte ich schon längst resigniert und aufgegeben.
Nicht jeder aus meinem Umfeld war begeistert von meinem Wandel. Ich geriet mit einem (früheren) Freund, denn ich sehr gut kenne in die Haare weil ich plötzlich christliche Ansichten an den Tag legte. Er war regelrecht schockiert und hat mir mehr oder minder die Freundschaft gekündigt indem er mir die nächste Psychose an den Hals wünschte damit ich wieder „zur Vernunft“ komme und er könne mich nicht „da rausholen“. Und sehr viel weitere verletzende Gedanken hat er geäußert.
Musikalisch höre ich immernoch manchmal Metal, aber vorzugsweise „White Metal“ Das ist eine Art von Metal die sich musikalisch nicht groß von normalen Metal unterscheidet, jedoch christliche Botschaften und Texte enthält. Hier kann man geteilter Meinung sein, aber ich für mich verstehe Gott so dass er möchte das ich singe – auch Rockmusik. Ich habe ein Homerecording Projekt zu einem White Metal Song den ich geschrieben habe gestartet. Ich glaube eine Aufgabe die Gott mir gegeben hat ist dass ich mit dieser Art christlicher Rockmusik Menschen erreichen und vom Glauben erzählen kann.
Hier ist der Text:
No Place in Heaven?
I walk the ways of faith
searching for deliverance
eternal life to gain
I suffered hunger, death and pain
What’s beyond this life
Only He knows
we deal with our daily strife
getting nowhere alone
you claim to know what lies beyond
behind the curtain
but I need to know NOW!!!
Is there no place in heaven?
If there is why do I feel these doubts
If there is a place behind the shrouds
maybe you’ll find it up there
in the clouds
I look for truth
beyond the voices
some are gentle some are rough
We make our choices
I try my best
you do the rest
I seek humility
It’s more than fantasy
We’re not drifting through space all alone
we build our kingdom
craving the wisdom
in this strange world we are all thrown
we are doomed to freedom
yes doomed to freedom
Is there no place in heaven?
If there’s not why do I see these signs
If there is grace and spirit proud
I will seek it up there in the clouds
Dei o gracias
Dei o gracias
spiritus sanctus
spiritus sanctus
I never give up
don’t tell me to stop
We re not forsaken
angels awaken
Is there no place in heaven?
Is it there also for the likes of us?
If there is a space beyond the gate
I will follow the Lords path
It’s never too late
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In manchen Situationen helfen alle Werkzeuge und Tricks nicht. Weder Schreiben noch Mentaltechniken noch eine Entspannungsübung. Dann kommt es vor, dass die Gedanken uns überwältigen, wir auf ein Wahnsystem hereinfallen und wir in unserer schwarzen Kiste gefangen sind, von der wir dachten, dass wir sie hinter uns hätten. Wir sind frustriert und enttäuscht.
Folgende Situation habe ich letzte Woche erlebt. Ich lernte über eine Onlinedating Plattform ein Mädchen kennen, nennen wir sie Vera. Wir tauschten ein paar nette Nachrichten aus und machten einen Videochat, bei dem wir eine Stunde lebhaft quatschten. Die Zeit ging im Nu vorbei. Wir machten ein Date in meinem Lieblingsrestaurant aus und ich freute mich sehr darauf, denn ich lebe seit 6 Jahren als Single. Dann kam der Tag des Dates und am Morgen war ich sehr zuversichtlich, dass ich da hingehen kann. Vera ist zwar kein Supermodel, aber sie war nett und ich wollte einfach einen netten Abend erleben.
Mit der Tagesklinik haben wir einen Ausflug in ein Museum gemacht, während dem ich wieder psychotisches Erleben hatte. Die Reize waren mir zu viel und ich fühlte mich schlecht. Ich begann meine Angst zu planen, dieses Phänomen kennen Menschen mit Angststörungen sehr gut. Ich stellte mir vor wie ich später wieder mal auf der Couch liegen, Angst haben und absagen werde. Die Dramatik des Tages nahm zu. Irgendwann war der langweilige Museumsbesuch vorbei und ich ging nach hause um mich zu erholen. Ein innerer Kampf begann, den ich schon sehr gut von früher kenne. Gehe ich gehe, gehe ich nicht. Pack ich das, oder ist es zuviel, soll ich absagen oder soll ich es aushalten. Ich versuchte mich mit Regengeräuschen abzulenken, ich versuchte spazieren zu gehen. Als ich vom Spaziergang zurückkam, fühlte ich mal wieder dieses unheimliche Bedrohungsgefühl in der Magengegend. Ich geriet in leichte Panik. Der Termin rückte immer näher und die Anspannung nahm zu. Eine Stunde bevor ich eigentlich das Haus verlassen wollte, nahm ich allen Mut zusammen und kaufte mir mit dem Handy eine Fahrkarte. Ich hielt es zuhause nicht mehr aus und wollte die Fahrt hinter mich bringen. Ich malte mir aus wie ich vor Vera sitze und keinen sinnvollen Satz herausbringe, das hatte ich schon bei einem vergangenen Date erlebt. Vera schrieb mir das sie da sein werde und schon ordentlich Hunger hat. Jetzt gab es kein zurück. Ich stieg in den Bus und fuhr mit der S-Bahn in die Stadt. Ich redete mir gut zu: “das wird schon” “du packst das” “hab einen schönen Abend”.
Dann kam ein Schock. Ein Lautsprecheransage sagte dass die S Bahn am Hauptbahnhof (oben) bei den Fernzügen halten würde. Nun muss man wissen, dass seit der Stuttgart 21 Baustelle der Hauptbahnhof eine Katastrophe ist. Man muss 15 Minuten wie durch ein Labyrinth irren bis man zur Innenstadt gelangt. Zudem ist es voll mit Leuten. Ich bekam Angst, ich kenne den Bahnhof aus früheren Fahrten und erinnerte mich daran wie verwirrt ich dort war und das ich dauernd Leute fragen musste bis ich endlich zur S-Bahn kam. Mich an einem Bahnhof zu verirren, das habe ich seit Jahren in meinen wiederkehrenden Albträumen. Ich stieg also aus der S-Bahn und wie ich erwartet hatte war alles voll mit Menschen. Ich fühlte mich als würde ich in einen Traum versinken und ich war komplett reizoffen. Ich erinnerte mich an eine frühere Situation in der ich am Bahnhof war und meine Mutter anrief. Sie fragte mich wo ich bin und ich sagte “Ich weiß es nicht”. Zum Glück hörte sie die Lautsprecheransagen im Hintergrund und bat einen Freund mich vom Bahnhof abzuholen. In genau diese Situation fühlte ich mich zurückversetzt und musste entscheiden: was soll ich jetzt machen? Ich warf einen Blick auf die Infotafel und sah das in 5 Minuten die nächste S-Bahn nach Ludwigsburg zurückfuhr, Ich entschied: OK das ist zu viel, das pack ich nicht. Ich stieg in die S-Bahn und fuhr zurück nach hause. Ich versuchte Vera zu erreichen und schrieb ihr eine Nachricht, dass ich ihr kurzfristig absagen muss. Scheiß drauf.
Auf dem Rückweg war ich komplett reizoffen und die Gedanken quälten mich. Ich kam heim und legte mich auf die Couch, meine Hauptstrategie aus einer Zeit, in der es mir wesentlich schlechter ging. Die Gedanken und Dämonen überrollten mich. Ein Gedanke schlimmer als der nächste. In dieser Situation war ich schon seit Wochen nicht mehr. Ich hatte einen Rückschlag. Ich versuchte auf Distanz zu den Gedanken zu gehen, aber nichts half. Negative, gewalttätige, sexuelle, blasphemische Gedanken überrollten mich wie eine Lawine und ich lag da wie gelähmt ohne zu irgendeiner Handlung fähig zu sein. Das Gehirn schaltete in einem mir wohl bekannten Modus um in dem es sich eifrig die schlimmsten Gedanken suchte die mir Angst machten.
Dann dachte ich: OK, es geht mir schlecht. Das ist in Ordnung. Ich akzeptiere es, ich “darf” mich schlecht fühlen. Es geht vorbei. Irgendwann schlief ich ein und am nächsten Tag sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Vera war am Vortag schon halb in Stuttgart gewesen und war entsprechend verärgert. Sie schrieb mir dass ich wohl nicht bereit fürs Dating bin und wie sie das ganze an ihren Exfreund erinnert der auch psychische Probleme hatte. Damit war die Nummer gelaufen aber ich war nicht überrascht. Ich war aber frustriert und enttäuscht, da ich mich sehr darauf gefreut hatte einen neuen Menschen kennen zu lernen. Ich entschied dass das Thema Dating noch zu viel für mich ist und ich erst wieder stabil werden muss um mir weitere Enttäuschungen dieser Art zu ersparen.
So ist das mit Rückschlägen. Wenn wir einen haben fallen wir oft in das alte Muster zurück und sind blind dafür welche tollen Fortschritte wir inzwischen gemacht hatten. Hier hilft zum Beispiel ein Erfolgstagebuch, das sie in so einer Situation zu Rate ziehen können.
Was habe ich daraus gelernt? Geistig gesund zu werden ist wie Fahrradfahren. Wenn ein Kind lernt Fahrrad zu fahren, wird es zwangsläufig auf die Nase fallen. Das ist ganz normal. Das Kind bleibt in der Regel nicht liegen und denkt: „Ach ich kann das nicht, das ist zu schwer“. Das Kind staubt sich ab setzt sich wieder aufs Rad und fährt weiter. So ist es auch in unserem Leben. Rückschläge gehören dazu, es ist ein kontinuierlicher Lernprozess und wir werden immer wieder scheitern und Rückschläge erleben. Das ist ebenso normal. Das wichtigste ist, das wir erst einmal die Situation akzeptieren und denken: „OK, das ist jetzt einfach so, ich darf mich schlecht fühlen“. Wichtig: Gehen Sie liebevoll mit sich um. Schreiben Sie eine Nachricht an einen Freund oder stellen sie sich vor was sie einem Freund in dieser Situation raten würden. Zum Beispiel: “Kopf hoch, das geht vorbei. Bestimmt klappt’s beim nächsten Date”.
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten und weiter gehts.
Mein Name ist Niko Rukavina. Seit über 20 Jahren bewege ich mich im Spannungsfeld der psychischen Gesundheit. Was als schwerer Weg mit der Diagnose „paranoide Schizophrenie“ begann, hat mich über zwei Jahrzehnte hinweg zu dem gemacht, was man heute einen Experten aus Erfahrung nennt.
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Erfahren Sie in diesem spannenden, viralen Video mit Dr. Jan Dreher viel über mich, meine Krankheit und mein Buch:
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Das Buch erscheint am 9.März 2026 und kann jetzt vorbestellt werden. Viel Spaß bei der Lektüre – Gemeinsam zeigen wir: Die Seele will gesund werden.
Mein Narrativ, meine Stärke: Vom Kämpfen zum Gestalten
Mein Therapeut sagte einmal, ich sei ein Kämpfer. Heute weiß ich: Kämpfen allein reicht nicht, man braucht auch die richtigen Werkzeuge. Eine psychische Erkrankung ist eine enorme Zäsur, aber sie birgt auch das Potenzial für tiefgreifende persönliche Weiterentwicklung. Ich bin überzeugt: Die Seele will gesund werden.
Auf diesem Blog dokumentiere ich meinen Weg zu nachhaltiger Stabilität. Ich teile keine Patentrezepte, sondern biete ein „Buffet der Bewältigung“ an:
Praxiserprobte Strategien: Methoden, die ich in über 20 Jahren durch „Trial and Error“ verfeinert habe.
Mindset & Neuroplastizität: Wie wir die Formbarkeit unseres Gehirns nutzen können, um neue Wege zu bahnen.
Werte & Glaube: Welche Rolle Sinnstiftung und Akzeptanz im Genesungsprozess spielen.
Brücken bauen und Entstigmatisierung
Nachdem ich meine Symptome seit längerer Zeit erfolgreich manage, ist es mir ein Herzensanliegen, die Lücke zwischen Klinik und Alltag zu schließen. Mein Ziel ist es, zur Entstigmatisierung beizutragen – weg vom Defizit-Blick, hin zu den Ressourcen.
Wichtiger Hinweis: Dieses Blog ist ein Ort der Inspiration und Ergänzung. Er ersetzt keine professionelle Behandlung durch Therapeuten, Psychiater oder Kliniken. Er ist ein Angebot von Peer zu Peer.
Mehr zu meiner Mission und meinen zukünftigen Coaching Angeboten findest du hier https://nikorukavina.de